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Schamanismus in Europa | Wegweiser zum Schamanismus |

Schamanismus in Europa?


Europäische Menschen sind „zivilisationsverseucht“! Sie haben den Kontakt zur Natur weitgehend verloren. In Konsum-Tempeln versuchen die Menschen ihren Hunger und Durst nach Spiritualität zu kompensieren. Wissenschaft und Forschung teilt alles was existiert in Bestandteile auf. Je tiefer die westliche Wissenschaft ins Detail vordringt, desto mehr geht der Sinn für das Ganze verloren. Anzeichen dafür sind der Raubbau an der Natur, die Trennung in Körper und Seele, die Trennung von Bewusstsein und Materie.
In der Welt der Schamanen ist das noch anders: Sie leben in einer Realität  ohne Trennungen.
Und wirken als Mittler zwischen Innen und Aussenwelt, wobei Innen- und Aussenwelt wieder eine typisch westliche begriffsmäßige Trennung ist, die die Schamanen nicht kennen! Schamanen leben in beiden Realitäten und wissen, wie sie sich wechselseitig durchdringen und beeinflussen.

In vielen Ländern wird von der „Urbevölkerung“ der Kontakt zum geistig/seelischen Aspekt der Mutter Erde durch verschiedene Rituale und Zeremonien wach erhalten. Die Erde wird als beseeltes lebendiges Wesen erlebt und ebenso behandelt. Erde, Kosmos, Mensch – alle haben den gleichen Ursprung. Jedes Tier, jede Pflanze, jeder Stein ist ein lebendiges Wesen, beseelt von der Kraft der Erde.

Auch bei uns kennt man Ausdrücke wie die Seele des Ortes, Geist des Berges, die symbolischer Ausdruck der ursprünglichen Verehrung der Erde sind.

In den meisten schamanischen Traditionen beinhaltet der Begriff „Mutter Erde“ sowohl Seele als auch Geist. Mutter Erde symbolisiert die ausgeglichene Vollkommenheit. Männliche und weibliche Kräfte treffen sich zu gleichen Teilen und bilden eine harmonische Einheit.

In der Materie findet dies Ausdruck durch Berge und Täler. Jeder Ort, jedes Tal hat seinen weiblichen Teil, die „Mutter“ und seinen männlichen Teil, den „Vater“ oder „Herr“.
Die großen Berge sind die hohen Herren – die Wächter der Erde. So finden wir auf der ganzen Welt verstreut heilige Berge (in den Anden, im Himalaya, in Afrika, in Asien…)
Sowohl der regionale weibliche Aspekt als der regionale männliche Aspekt werden von den Völkern als eigenständige lebendige Wesenheiten verehrt, die in tiefer Verbindung zu den Menschen stehen.

Mit dem normalen Verstand können wir Menschen transzendente Wesenheiten weder verstehen noch erklären. Wenn wir jedoch lernen unser Herz zu öffnen und in den „schamanischen Bewusstseinszustand“ gelangen, dann ist eine Verbindung, ein Zugang zu diesen Wesenheiten möglich.

Dadurch können wir Menschen wieder unseren wahren Platz als Kinder der Mutter Erde finden und einnehmen. Wir können den Weisheiten der großen Wesenheiten lauschen, sie wirklich empfinden. Ruhe, Stille und Meditation sind die Voraussetzungen dafür. 

 
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