Kontakt mit den Ahnen

Jeder Mensch besitzt Vorfahren. Die nächstliegenden sind unsere Eltern. Die Großeltern nehmen oft eine besonders wichtige Stellung ein. Kinder und Großeltern leben häufig in einer innigen liebevollen Verbindung. Doch dann kommt der Tag wo sich die Oma oder der Opa für immer verabschiedet. Sie gehen den Weg alles Lebenden. Was dann?

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IACFS Schamanisches Wissen - Kontakt zu den Ahnen - Portrait von zwei indigenen Amerikas

Der Umgang mit den Ahnen im Schamanismus

Oma und Opa bleiben vielleicht eine Zeit lang in Erinnerung. Es ist nicht mehr üblich und gebräuchlich, den Ahnen die ihnen gebührende Aufmerksamkeit zu schenken. begrenzt auf wenige Tage im Jahr, wie Allerheiligen, wird ihrer gedacht. Man sucht die Gräber auf, spricht über sie. Religiöse Menschen sprechen ein Gebet für die Seele, weniger religiöse leiden unter der Vorstellung, dass der Körper langsam verfault und denken mit Entsetzen an das eigene Alt werden und den unvermeidlichen Tod. Schnell verdrängt man diese Gedanken wieder und lenkt sich mit Alltäglichem ab.

In schamanischen Kulturen ist das anders. Dort werden die Ahnen nicht nur verehrt, sondern die Schamanen nehmen auch nach deren irdischen Tod Kontakt zu Ihnen auf.

Kontakt zu den Verstorbenen nach dem irdischen Tod

Es gibt sicherlich viele Gründe, warum wir mit unseren verstorbenen Ahnen Kontakt pflegen sollten.

Natürlich nicht einfach nur so, um mit der verstorbenen Großmutter zu sprechen. Die wichtigste Intention nach dem Ableben ist es, den Lebenden und den Verstorbenen zu helfen. Unmittelbar nach dem Tod ist es notwendig den Verstorbenen in Ruhe gehen zu lassen. Wenn Verstorbene hinüberkommen, dann brauchen sie eine Zeit der Orientierung. Das war (ist?) auch in unserer Kultur der Grund für das Trauerjahr. In dieser Zeit brauchen die Verstorbenen unsere liebevolle Zuwendung – Gebete, die den Abschied erleichtern – und vor allem das Loslassen!

Schamanen helfen beim Loslassen

Ein Nicht-Loslassen-Können von lieben verstorbenen Angehörigen, hilft ihnen nichts, sondern schadet ihnen nur. Dazu gehören vor allem zwanghafte Kontaktversuche. Da jeder intensive gefühlvolle Gedanke von den Verstorbenen als Kontaktversuch wahrgenommen wird, zählen Vorwürfe wie „…warum hast du mich verlassen?“ oder „…ich brauche dich ja so!“ zum Schlimmsten, was wir den Seelen unserer Lieben antun können. Zeichen für das Nicht-Loslassen-Können sind ein übertriebenes Festhalten an allem, was den Verstorbenen in der häuslichen Umgebung präsent sein lässt. Das können Gegenstände sein oder kleine familiäre Rituale, die auch nach dem Ableben praktiziert werden, wie wenn der Verstorbene noch leben würde.

Die emotionale Verbindung kann so starksein, dass der Verstorbene nicht in das Totenreich hinüberwechseln kann. Er bleibt dann in einem Zwischenzustand hängen. Spukgeschichten, auch heute noch mit leicht gruseliger Sensation hinter vorgehaltener Hand erzählt, geben Zeugnis davon, dass die Toten oft nicht den Weg ins Jenseits finden. Mit Klopfzeichen im verschlossenen Schrank, ohne äußeren Anlass klirrenden Gläsern oder mit einem Windhauch im absolut windstill verschlossenen Raum machen sich „Gespenster“ bei den Lebenden bemerkbar.

In solchen Fällen helfen Schamanen diese unguten Verbindungen zwischen Lebenden und Toten zu trennen und leiten die Verstorbenen an den richtigen guten Platz im Jenseits! Die erste Kontaktaufnahme eines Schamanen mit Verstorbenen erfolgt in erster Linie mit der Absicht, den Verstorbenen zu helfen, die Erde in einem guten Zustand zu verlassen.

Verstorbene helfen den Lebenden

Sobald der Schamane weiß, dass der Verstorbene an seinem richtigen Platz ist und sich eingelebt hat (das dauert so ca. ein Jahr) kann eine andere Form der Kontaktaufnahme erfolgen. Denn Ahnen können uns vieles erzählen. Wir können uns Informationen geben lassen über altes Wissen, über das Leben im Jenseits, oder anderes Wissen, das verloren gegangen ist. Solche Kontakte sind sehr aufschlussreich. Denn sie überzeugen uns auch von der Unsterblichkeit der Seele!

In vielen Kulturen fungieren die Ahnen auch als Ratgeber in Lebensfragen und Beschützer der Lebenden. In alten Kulturen wurden die Toten von speziell ausgebildeten Priestern um Rat befragt. Das ist auch heute noch möglich. Schamanen verlassen dazu den Körper und reisen in die Welt der Geister, an den Ort wo die Ahnen leben. Und die Ahnen freuen sich wenn sie Besuch bekommen. Sie erhalten in der heutigen Zeit in der Regel nur wenig Aufmerksamkeit. Wenn wir sie um Hilfe bitten, sind sie gerne bereit uns im Leben zu unterstützen. Oft tun dies die Ahnen sowieso schon von sich aus. Nur die Menschen haben verlernt mit diesen Mysterien umzugehen. In Träumen melden sie sich häufig. Jeder – auch wer das schamanische Reisen nicht beherrscht – kann die Ahnen bitten, in den Träumen Kontakt aufzunehmen.
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Ritual zur Kontaktaufnahme mit den Ahnen

Die wichtigste Voraussetzung ist eine würde- und respektvolle innere Einstellung.
Wer einen wiederholten Kontakt herstellen möchte, richtet sich am besten eine kleine Nische, einen kleinen persönlichen Altar her. Auf den Altar kommen je nach religiöser Einstellung passende Gegenstände, ein paar Opfergaben, frische Blumen und ein paar Fotos von den Ahnen – vielleicht sogar ein Familienfoto aus alten Zeiten, das mehre Ahnen zeigt.

Zur Vorbereitung zünden Sie eine Kerze an und bitten die himmlischen Helfer (ja nach religiöser Vorstellung – Engel, Heilige, Krafttiere) um Schutz und Beistand für die Kontaktaufnahme. Danach setzen oder legen Sie sich in stiller Haltung hin und warten bis Sie innerlich ganz ruhig werden. Am einfachsten ist es, sich eine Zeit lang nur auf den Atem zu konzentrieren. Sobald der Atem ruhig ist und man selbst ein Gefühl der Ruhe und Gelassenheit spürt, ist man für den Kontakt bereit.

Dann rufen Sie innerlich – bittend – nach einem Ahnen aus der Ahnenreihe, der bereit ist, über den Verstorbenen Auskunft zu geben. Wichtig ist, dass man nicht sofort einen Verstorbenen direkt kontaktiert, da dieser ja vielleicht noch nicht am richtigen Platz ist. Bleiben Sie offen, wer sich zeigt. Warten Sie bis Sie mit geschlossenen Augen dann vor dem geistigen Auge eine Person wahrnehmen. Warten Sie bis Sie die Person deutlich mit Details (Frisur, Kleidung, besondere Kennzeichen, etc.) vor ihrem geistigen Auge erscheint. Das ist der Ahne, der bereit ist Auskunft zu geben. Der Kontakt ist hergestellt. Danach können Sie, wie oben beschrieben, Fragen stellen. Fragen und Antworten erfolgen rein geistig, es ist wie, wenn wir gedanklich ein Selbstgespräch führen. Allerdings verselbständigen sich die Antworten und sind meist auch von Bildern, ähnlich dem Tagträumen, begleitet.

Zum Abschluss bedanken Sie sich und verabschieden sich von Ihrem Ahnen. Danach kehren Sie mit einer Bewegung und einem tiefen Atemzug wieder in den normalen Wachzustand zurück und beenden das Ritual.
IACFS Schamanisches Wissen - Kontakt zu den Ahnen - Aufnahme von mehreren Kerzen

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